Donnerstag, 12. Februar 2015

ich lass für dich das licht an...



...obwohls mir zu hell ist
ich hör mit dir platten die ich nicht mag
ich bin für dich leise wenn du zu laut bist
renn für dich zum kiosk ob nacht oder tag
ich lass für dich das licht an obwohls mir zu hell ist
ich schaue mir bands an die ich nicht mag
(anm.: z.b. revolverheld)
ich gehe mit dir in die schlimmsten schnulzen
usw.

wenn johannes strate, frontmann der revolverhelden von revolverheld, diese zeilen von sich gibt, klingt es für mich nach völliger selbstaufgabe und bedingungslosem gehorsam gegenüber einem geliebten menschen. was er wohl aber meint, ist das in-den-sauren-apfel-beißen für jemanden der einem wichtig ist und auch mal etwas mitmachen, worauf man doch eher weniger bis gar keine lust hat. so geschehen am vergangenen sonntag. an diesem abend begleitete ich meine mutter zu einem konzert des rock-zwerges peter maffay. nun höre ich schon wieder stimmen laut werden, er sei kein rock-musiker...er mache schlager...womöglich sogar pop-musik. sei es drum. was auch immer er macht, mich hat er damit überrascht. die musik die von ihm und seiner neunköpfigen band über die konzertbesucher und so auch mich kam, hatte schon ordentlich wums. den gesang kann ich nich' beurteilen, da ich kaum etwas von dem gemurmel verstanden habe, welches aus dem knautschigen 65-jährigen rauskam. so ledernd seine outfits und sein gesicht auch sein mögen, aber 3 1/2 stunden non-stop show in dem alter verdienen meinen respekt. solch eine konzerterfahrung (mit klatschenden massen weit über meinem alter, durchprogrammierte showeinlagen und 3 riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesigen leinwänden über dem rock-ensemble) habe ich noch nicht gemacht und muss ich auch nicht noch mal. aber wenn ich zeit mit einem lieben menschen verbringen kann und diesem damit eine freude, dann würde ich es wieder tun.

(anm.: revolverheld hat mich mit ihren texten schon des öfteren negativ verblüfft. so auch mit dem song das kann uns keiner nehmen in dem es um alte unvergessene freundschaften gehen soll, es sich aber tendentiell nach einem loblied auf das trinken und den alkoholismus anhört. 13 mal singt strate da von zu hebenden gläsern, kneipen, bars und tresen sowie vom trinken allgemein und schnaps im speziellen. na dann prost. ;D )

1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich daran, wie ich mal meinem 'kleinen' Cousin zuliebe auf einem Avril Lavigne-Konzert war. War auch gar nich so schlecht. Des Weiteren finde ich, dass so manche deutschsprachige Popband viel viel dichter am Schlager ist als der Rockzwerg. Das Licht lass ich allerdings trotzdem an, auch wenn's mir zu hell ist. :) k.

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